Der edfc verleiht seit
1979 den Deutschen Fantasy Preis, mit dem er die Verdienste von Persönlichkeiten um die
Fantasy-Literatur im deutschsprachigen Raum würdigt. Von 1992 bis 2008 wurde der Preis
jedes vierte Jahr - wenn seine Verleihung auf dem Kongress der Phantasie erfolgte - von
der Stadt Passau dotiert. Die Urkundentexte sind hier verkürzt widergegeben; sich
wiederholende Formulierungen wie "Mit der Verleihung dieses Preises sprechen der
Vorstand und die Mitglieder des Ersten Deutschen Fantasy Clubs e.V. Dank und Anerkennung
aus" wurden weggelassen.
2008: Herbert W. Franke
Für sich über ein halbes Jahrhundert
sich erstreckendes literarisches Schaffen, in dem er den Begriff Science Fiction beim Wort
nahm und, in der deutschen SF-Literatur einzigartig, einen Brückenschlag zwischen Kunst
und Wissenschaft vollzog, insbesondere schon virtuelle Räume erforschte, als sie noch
nicht Zeitgeist waren.
2007: Frank Rainer Scheck
Für die Herausgabe phantastischer Literatur bei den Verlagen DuMont und Blitz,
wobei er die Leser mit vielen interessanten Wiederentdeckungen bekannt machte.
2006: Jörg Kaegelmann
Für seine langjährige Tätigkeit als Verleger phantastischer Literatur aller
Spielarten im Blitz-Verlag.
2005: Hans Joachim Alpers,
Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Jörg Marten Munsonius, Hermann Urbanek
Für die Herausgabe des Lexikons der
Fantasy-Literatur, erschienen bei Fantasy-Productions.
2004: Rainer Erler
Für das Aufzeigen neuer Wege sowohl in der phantastischen Literatur als auch im
phantastischen Film.
2003: Gerhard Braunsperger und
Christian Bildner
Für die Gründung des eBook-Verlags "readersplanet", mit der sie der
phantastischen Literatur ein zukunftsweisendes Medium erschlossen und damit auch längst
vergriffene Titel dem heutigen Publikum wieder zugänglich machten.
2002: Jörg Weigand
Für seine bahnbrechende Erforschung des Pseudonymwesens und der Leibuchkultur
sowie für seine unzähligen Artikel, in denen er die phantastische Literatur in all ihren
Facetten beleuchtete.
2001: Angela und Karlheinz
Steinmüller
Für die Verbreitung der phantastischen Literatur in zwei verschiedenen
Gesellschaftssystemen sowie ihre Zukunftsperspektiven.
2000: Herbert Rosendorfer
Dotiert von der Stadt Passau
Für seine phantastischen Erzählungen, in denen er in grotesk-surrealer Weise der
Gesellschaft einen Spiegel vorhält.
1999: Hansrudi Wäscher
Für seine Comicschöpfungen, mit denen er in der tristen Nachkriegszeit Licht in
die Herzen der Kinder brachte.
1998: Erika Fuchs
Für ihre kongeniale Übersetzung der Werke von Carl Barks, mit denen sie
Generationen von Kindern und Erwachsenen erfreut hat.
1997: Gisbert Kranz
Für seine Verdienste um das Werk der vier Inklings-Autoren J.R.R. Tolkien, C.S.
Lewis, Charles Williams und Gilbert K. Chesterton.
1996: Carl Amery
Dotiert von der Stadt Passau
Für sein literarisches Gesamtwerk, in dem er durch ein kritisch-phantastisches Spiel mit
Historie und Zukunft seine Leser zum Bewahren von Natur und Menschlichkeit ermutigt.
1995: Walter Ernsting
Für seine Verdienste um Science Fiction und Phantastik im deutschen
Sprachbereich durch seine wegweisende Tätigkeit als Herausgeber und Redakteur in den
fünfziger und sechziger Jahren, durch die Begründung der deutschen Fangemeinschaft und
durch sein Werk als Autor.
1994: Winfried Petri
Für seine Verdienste um Science Fiction und Phantastik, indem er die
Fangemeinschaft über viele Jahrzehnte hinweg an seinem umfassenden und profunden
Wissensschatz teilhaben ließ.
1993: Franz Rottensteiner
Für seine Verdienste um die Phantastische Literatur durch die Herausgabe der
kritischen Literaturzeitschrift "Quarber Merkur" seit den sechziger Jahren.
1992: Otfried Preußler
Dotiert von der Stadt Passau
Für sein literarisches Gesamtwerk, mit dem er vielen jugendlichen Lesern die Welt der
Sagen und Legenden und das Zauberreich der Phantasie eröffnet hat, ihren Dank und
Anerkennung aus
1991: Hermann Urbanek
Für seine Verdienste um Science Fiction und Phantastik im deutschen
Sprachbereich durch seine umfassenden biographischen und bibliographischen Arbeiten.
1990: Thomas Le Blanc
Für seine Verdienste um die phantastische Literatur im deutschen Sprachbereich
als Begründer und Betreuer der Tage der Phantastik in Wetzlar und der phantastischen
Bibliothek Wetzlar.
1989: Corian Verlag
Dem Corian Verlag und den Herausgebern Joachim Körber, Norbert Stresau und
Heinrich Wimmer für ihre Verdienste um die phantastische Literatur im deutschen
Sprachbereich durch die Konzeption und beharrliche Verwirklichung der Loseblattwerke zur
phantastischen Literatur und zum phantastischen Film.
1988: Frederik Hetmann
Für seine herausragende Arbeit als Übersetzer, Herausgeber und Schriftsteller
im Bereich der phantastischen Literatur.
1987: Michael Ende
Für seine Romane und Erzählungen, mit denen er der deutschen phantastischen
Literatur internationale Beachtung verschafft hat.
1986: Waldemar Kumming
Für seine Verdienste um die Phantastik durch die Herausgabe des
Nachrichten-Magazines "Munic Round Up" seit den fünfziger Jahren.
1985: Hubert Straßl
Für seine Verdienste um die Phantastische Literatur durch die Begründung der
deutschen Fantasy-Fangemeinschaft und durch sein Werk als Autor und Herausgeber.
1984: Wolfgang Jeschke
Für die Förderung der Fantasy-Literatur im deutschen Sprachbereich und seine
Bemühungen um originalgetreue und ungekürzte Übersetzungen im Taschenbuchbereich.
1983: Peter Wilfert
Für seine engagierte Förderung der deutschsprachigen Fantasy-Literatur als
Herausgeber der Goldmann Fantasy Reihe.
1982: Helmut Pesch
Für seine grundlegende Arbeit "Fantasy - Theorie und Geschichte einer
literarischen Gattung".
1981: Michael Görden
Für die Förderung der Fantasy-Literatur im deutschen Sprachbereich durch sein
herausragendes Engagement als Herausgeber des Bastei-Verlages.
1980: Ernst Vlcek
Für die Förderung der Fantasy-Literatur im deutschen Sprachbereich durch sein
kreatives Engagement für die Fantasy als Gestalter der "Mythor"-Serie des
Pabel-Verlages.
1979: Heinz Pollischansky
Für die Förderung der Fantasy-Literatur im deutschen Sprachbereich als
Herausgeber von "Prinz Eisenherz".
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