 Sekundärliterarische Reihe 39
312 Seiten
Paperback A5, 2001
EUR 10,50
ISBN 978-3-932621-45-1
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Helmut
W. Pesch
Fantasy
Theorie und Geschichte |
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Dies ist die erste Untersuchung ihrer Art, die sich mit der Fantasy-Literatur als einer
eigenständigen Gattung beschäftigt. Ausgehend von neueren Ansätzen zur Science Fiction
und Phantastik einerseits und von modernen Theorien zur Fiktionalität und literarischen
Kommunikation andererseits versucht sie, Klarheit darüber zu verschaffen, was Fantasy
eigentlich ist und wie sie sich von anderen historischen Gattungen wie Märchen, Science
Fiction, Phantastische Literatur unterscheidet - und was sie mit ihnen gemeinsam hat.
Diese Untersuchung gliedert sich in einen theoretischen Teil, in dem
nach einer vorherigen Klärung des Begriffes "Fantasy" und einer Abgrenzung des
zugrundeliegenden Textkorpus die Grundlagen des theoretischen Modells erläutert werden,
auf dem der zweite, analytische Teil aufbaut. Dieser verfolgt zunächst die historische
Entwicklung der Fantasy-Literatur vom 18. Jahrhundert bis heute und untersucht in einem
weiteren Abschnitt systematisch ihre inneren Gesetzmäßigkeiten in sprachlichen Elementen
und Handlungsformen.
Als Texte liegen in erster Linie anglo-amerikanische Werke aus den
Jahren 1965 bis 1980 zugrunde. Unter den behandelten Autoren sind George Meredith, George
MacDonald, William Morris, Lord Dunsany, H. Rider Haggard, Edgar Rice Burroughs, James B.
Cabell, E. R. Eddison, Robert E. Howard, T. H. White, J. R. R. Tolkien, Ursula K. LeGuin
und Peter S. Beagle.
Anhang: Chronologie der Fantasy-Literatur, Auswahlbibliographie,
Autoren- und Titelregister.
Nunmehr liegt die Arbeit in einer zweiten, überarbeiteten Ausgabe vor,
in der unter anderem alle Zitate ins Deutsche übertragen wurden.
Ein Kritiker: "Die bislang einzige wissenschaftliche Gesamtdarstellung in
Deutschland [der Fantasy] ist die ausgezeichnete Arbeit von Helmut Pesch." Hans-Edwin
Friedrich in Science Fiction in der deutschsprachigen Literatur.
Über den Autor:
Helmut W. Pesch, geboren 1952, studierte Anglistik,
Kunstgeschichte und klassische Archäologie; 1981 promovierte er an der Universität zu
Köln mit der vorliegenden Arbeit, der ersten deutschsprachigen Studie über
Fantasy-Literatur. Vor allem in diesem Genre ist er als Kritiker, Illustrator,
Kartenzeichner und Übersetzer - und in jüngerer Zeit als Romanautor - bekannt geworden.
Von 1984 bis 1986 war er Science-Fiction- und Fantasy-Redakteur im Bastei-Verlag, seitdem
arbeitet er als Lektor für Belletristik im Gustav Lübbe Verlag. Helmut W. Pesch ist
verheiratet, hat eine Tochter und wohnt in Köln.
Veröffentlichungen: Fantasy - Theorie und Geschichte, erste
Ausgabe (1982); J. R. R. Tolkien - der Mythenschöpfer (1984, Hrsg.); Das
Licht von Mittelerde (1994); Die Ringe der Macht (1998, mit H. H. v.
Allwörden); Die Kinder von Erin (1999); Die Herren der Zeit (2000). |