Walter
Ernsting
Clark Darltons Gästebuch
Die ersten Jahre der Science Fiction in Deutschland
Herausgegeben von Jörg
Weigand und Karla Wolff |
<<
>>
Home |
Von 1956 an führte Walter
Ernsting alias Clark Darlton sein Gästebuch, das er auch des öfteren mit auf Cons und
Festivals nahm. Alles, was in der damaligen Science-Fiction-Szene Rang und Namen hatte,
hat sich hier verewigt. Manche haben sich mit Grußworten eingetragen, andere mit
Conberichten, Gedichten, Illustrationen, Genealogien, usw.
Das in A4 gehaltene Buch bildet im oberen Teil das Gästebuch im
Faksimile ab, darunter folgt ein Transskript der handschriftlichen und daher meist nur
schwer zu lesenden Texte, und unten wird es von einem Kommentar Walter Ernstings
abgeschlossen.
Die Entwicklung der Science Fiction in Deutschland nach 1945 ist undenkbar
ohne Walter Ernsting. Als "Clark Darlton" ist er einer großen Lesergemeinde
fast zur Kultfigur geworden. Gastfreundlich wie W.E. immer war, hat er im Laufe seines
SF-Lebens ungezählte Gäste empfangen, bewirtet und schließlich zufrieden nach hause
geschickt die meisten sind wiedergekommen.
So ist denn auch sein Gästebuch, das er insbesondere in den ersten
Jahren der Entwicklung liebevoll gepflegt hat, geradezu ein kulturhistorisches Dokument
der Unterhaltungsliteratur in unserem Land. Ein ,Muß nicht nur für diejenigen, die
sich darin verewigen durften, sondern auch für diejenigen, die heute in der Rückschau
ein wenig teilhaben wollen an jener Aufbruchstimmung in Sachen Science Fiction und
Weltraumfahrt, die jene Jahre geprägt hat.
Über den Autor:
Walter Ernsting alias Clark Darlton, jüngeren Generationen vor allem
als Schöpfer des Mausbibers Gucky bekannt, ist der Gründervater der deutschen
Nachkriegs-Science-Fiction - seine Initialen WE wurden zu einem Markenzeichen.
Seinem Wirken als Herausgeber, Übersetzer und Autor ist es nicht nur
zu verdanken, dass in Deutschland nach 1945 die Zukunftsromane Dominik'scher Prägung
durch die moderne, an amerikanischen Vorbildern orientierte Science Fiction abgelöst
wurden, er hob auch das deutsche Science-Fiction- und Fantasy-Fandom aus der Taufe.
Über den
Herausgeber:
Jörg Weigand, geboren am 21.12. 1940, Studium der Sinologie, Japanologie und
Politischen Wissenschaft, Promotion zum Dr. phil. Seit 1973 Fernsehkorrespondent im Studio
Bonn des ZDF. Neben sechs Büchern zur Kultur- und Geistesgeschichte Chinas gab er zwei
Sammelwerke zu Medienfragen heraus. Außerdem Veröffentlichung eigener Erzählungen, die
zum großen Teil in vier Bänden gesammelt vorliegen. Herausgabe von weit über zwanzig
Anthologien mit Science Fiction und phantastischen Erzählungen vor allem deutscher und
französischer Autoren. Neueste Veröffentlichungen: Pseudonyme: Ein Lexikon. Decknamen
der Autoren deutschsprachiger Literatur (3. Aufl. Herbst 2000); Träume auf dickem Papier.
Das Leihbuch nach 1945 ein Stück Buchgeschichte (1995); Das weite Feld der
Phantasie - Aspekte deutschsprachiger Unterhaltungsliteratur. 111 Aufsätze aus 28 Jahren,
verlegt im EDFC e. V. (1996), Geschichten am Rande der Wirklichkeit (EDFC 1998) und (als
Hrsg.) Wagnis 21. Visionen, Hoffnungen, Ängste (2002)